Jaja, eigentlich wäre der Herbst der optimale Zeitpunkt gewesen, um diesen Flammkuchen zu backen. Apfelsaison, herzhafte Jieperzeit, Bikinisaison vorbei. Aber welche Saison ist eigentlich gerade draußen? Kohl- und Pinkel? Rüben? Dazu fällt mir gerade leider nichts ein und außerdem schickt sich das Wetter draußen gerade an, ein besseres Herbstwetter im Frühjahr zu erzeugen, als es der Herbst hätte hinbekommen könenn. Die Flora ist verwirrt (Tulpenwachstum im Garten), die Fauna ist verwirrt (wie, sollen wir jetzt wieder in den Süden fliegen?) und dann darf ich ja doch mal im Januar ein Apfelrezept notieren. Es sei mir verziehen.
Der aus dem Elsass stammende Flammkuchen ist einfach toll, weil man – ähnlich wie beim Pizzabacken – nach Herzenslust und Vorratslage variieren kann. Gemüse, Pilze, Nüsse, Käse, Obst. Ich gerate ins Schwärmen. Eigentlich so vielfältig wie eine Pizza, sagen wir mal einfach ‘französische Pizza’. Nur der Boden sollte etwas dünner sein als bei der der italienischen Cousine Pizza und der Belag ist üblicherweise nicht Tomatensauce, sondern eine Creme aus Sauerrahm oder Schmand. Auch wenn ich keinen Ofen habe, der wirklich noch Flammen werfen kann – darin liegt zumindest meine große Hoffnung – diese Flammkuchenvariante aus dem Ofen mit Zwiebeln, Apfelscheiben und Ziegenkäse hatte mich in einer Living at Home Sonderausgabe angesehen und immer wieder gerufen “back mich!”. Jetzt wurden Herz und Magen weich und ich folgte dem Ruf. Wandelte das nach Jeanny-Geschmack ab und was soll ich sagen? NON, je ne regrette rien. Nachmachen? Unbedingt. Rezept folgt hier:
Apfel-Zwiebel-Ziegenkäse-Flammkuchen (anlehnend an ein Rezept aus Living at home)
Zutaten (für 4 kleine Flammkuchen):
20 g Hefe (frisch)
1 TL Zucker
250 g Mehl
7 El Olivenöl
1 Prise Salz
2 Äpfel
4 rote Zwiebeln
250 g Ziegenfrischkäse
2 El Milch
Rosmarin, gehackt
Pfeffer
Ziegenkäserolle
Kresse zum Garnieren
1.) Hefe, Zucker und 150ml lauwarmes Wasser schnell verrühren. Dann Mehl, 3 EL Olivenöl und Salz hinzufügen. Alles mit dem Knethaken des Küchengerätes bzw. des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Ich höre immer dann auf, wenn sich der Teig vom Schüsselrand gelöst hat und sich praktischerweise selber zu einer glatten Kugel formte.
2.) Teigschüssel gut mit zwei Geschirrtüchern abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort ca. 45 Minuten lang ruhen lassen.
3.) Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze (niemals Umluft bei Flammkuchen!) vorheizen.
4.) Zwiebeln Spalten oder in Scheiben schneiden und in 2 EL Öl 1 Minute lang anbraten.
5.) Äpfel vom Kerngehäuse befreien und in dünne Scheiben schneiden. Dann in 1EL Öl 2 Minuten lang anbraten.
6.) Ziegenfrischkäse mit der Milch und Rosmarin anrühren, leicht salzen und pfeffern.
7.) Teig vierteln und jeweils ganz flach auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen. Die Teigfladen dann mit dem Frischkäse, den Äpfeln und Zwiebeln belegen. Ziegenkäserolle in Stücke rupfen und über dem Flammkuchen verteilen. Dann Pfeffern und für ca. 12-15 Minuten auf unterster Schiene in den Ofen schieben.
8.) Sich schon mal an den Tisch setzen, Serviette umbinden und wenn der Ofen piept, die Flammkuchen vom Blech befreien, fein mit Kresse bestreuen und tout de suite genießen.
Oder wie wäre es mit der Variante: Flammkuchen mit Feigen, Ziegenkäsescheiben und Rucola. Auch très yummy! Und wenn Ihr Hamburger seid: auf auf in die Tarterie St. Pauli schlendern: Cheffe Fabio Häbel backt hier nämlich die besten Flammkuchen nördlich des Breisgau. Und für leckere Belagideen schaut mal im lovely blog meinlykkelig vorbei, dort wurde kürzlich nämlich auch leckerer Flammkuchen gebacken.
Lasst es Euch schmecken, egal wo Ihr heute seid und was Ihr heute genießt.
All the love in the universe,
Jeanny
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