Nein, meine Suppe ess ich nicht. Berühmter Satz. Ich weiß nicht, wer ihn zuerst gesagt hat. Ich oder Struwwelpeter. Auf jeden Fall war ich nie ein riesen großer Suppenfan. Aber ich werde erwachsen und lerne dazu. Vielleicht hatte ich früher einfach nie richtig super tolle Suppen gegessen. Aber jetzt bin ich mit dabei, “Team Suppe”. Weil Suppen sind einfach so vielfältig, daß jeder sich die raussuchen kann, die ihm am nächsten kommt. Es sei denn, sie kommen aus der Tüte und enden auf -cremesuppe. Die kann man nämlich wirklich komplett vergessen, wenn man sich mal ein paar Minütchen Zeit genommen und selbst ein Süppchen zusammengebraut hat.
Steffis Kürbissuppenrezept beispielsweise, da könnte ich mich reinsetzen. Oderdiese Süßkartoffelsuppe mit Ingwer und Frischkäse, die ist so was von schnell zu machen und wärmt Geist und Körper. Das Prinzip bleibt oft gleich. Gemüse mit Zwiebeln andünsten, mit Brühe bedecken, Gemüse weich köcheln lassen, dann pürieren. Fertig. Kann man einfrieren oder auf Vorrat für ein paar Tage machen. Kürzlich bin ich über dieses Rezept hier mit Tomaten gestolpert und mußte es sofort nachkochen. So frisch und leicht (Ihr kennt ja sicher den Spruch: “Dünn ist der, der Dünnes isst”, oder?). Ran an die Töpfe, es geht los. Und wer keine Minze mag, kann diese natürlich weglassen (und sich lieber einen Pfefferminztee daraus aufgießen), aber das wäre schade. Weil es gibt der Suppe einen ganz kleinen netten Klapser auf den Po, die gewisse Note zum Besonderen.
Schmortomatensuppe mit Minze (in Anlehnung an donna hay: “Keine Zeit zum Kochen”, S. 156)
Zutaten:
2 1/2 kg Tomaten, tolle Tomaten, fleischig und dick und saftig und reif.
Oregano
Salz und Pfeffer
Olivenöl
400ml Gemüsebrühe
2El Balsamicoessig
1El Zucker
etwas gehackte Minze
geriebener Parmesan
Ofen vorheizen auf 180°C. Die Tomaten halbieren und auf einem Backblech mit der Schneideseite nach oben nebeneinander anordnen.
Oregano, Salz, Pfeffer und Olivenöl drüber geben. Für ca. 30 Minuten im Ofen schmurgeln lassen.
Dann in einen Topf füllen (ja nichts von dem Saft wegkippen, der sich auf dem Blech angesammelt hat. Alles in den Topf, s’il vous plait), pürieren. Nach und nach Brühe hinzugeben, ganz nach Eurer Gusto. Manche essen Süppchen eher dicker, manche flüssiger. Wie Ihr mögt. Mit Balsamicoessig, Zucker, Salz und Pfeffer noch mal abschmecken und gut 5 Minuten köcheln lassen. Auf Schalen/Teller verteilen, mit Parmesan und Minze bestreuen. Lecker! Dazu gibt’s Baguette, natürlich!
Lasst es Euch schmecken, Ihr lieben!
All the love in the universe,
Jeanny





