Ihr lieben, ich bin kurz unterwegs in der Ferne und darf Leckeres fotografieren, mein Herz pochert schon sehr vor Vorfreude.
Aber Ihr sollt auf keinen Fall auf Euer Sonntagssüß hier verzichten müssen und ich habe  daher ganz bezaubernde Gastautorinnen überreden können, hier für uns alle ein Traumrezept zu präsentieren.Liz Jewels für Zuckerzimtundliebe Baiser Kuchen Rezept
Die beiden Mädels von Liz&Jewels, die Ihr vielleicht nicht nur vom Blog kennt sondern schon deren Kochbücher aus der Reihe “Anni kocht” in den Händen hieltet, zeigen auf ihrem Blog eine tolle Kolumne. In Form einer Challenge bereiten beide (Lisa aus Deutschland, Julia aus Brooklyn) ein Rezept zu und interpretieren es auf ihre jeweils  eigene Weise. Es ist spannend, dieser Serie zu folgen, wie unterschiedlich die Ergebnisse ein und des selben Rezeptes doch ausfallen können. Wie hübsch sie präsentiert werden! Vielen Dank, dass Ihr uns hier den Frühling mit einem very berry Rezept etwas anlockt, liebe Liz und liebe Jewels.

Liz:

Als Jeanny uns fragte, ob wir, während sie kurzurlaubt, an ihrer Stelle über Süßes schreiben wollen, haben wir natürlich sehr gern zugesagt! Sowohl in Münster als auch in Brooklyn haben wir uns flux in die Backstuben begeben und gerührt, gebacken, geflucht, gejubelt, fotografiert und mit Spannung die beiden Ergebnisse abgewartet. Denn auch für uns ist es jedes Mal eine Überraschung, was die Freundin auf der anderen Seite der Welt, zaubert!Liz_Beeren_Baiser-2

“Wir”, das sind übrigens “Liz & Jewels” and we’re “Two girls cooking on two continents”! Jede Woche treffen wir uns virtuell und kochen, stylen und fotografieren ein Gericht, aber jede von uns viele, viele Kilometer entfernt voneinander. Ich in Münster, Jewels in Brooklyn. Über die Ergebnisse und Erfahrungen, Missgeschicke und Erfolge schreiben wir dann auf unserem Blog. Wir freuen uns immer darauf zu sehen, wie unterschiedlich das selbe Rezept auf zwei Kontinenten aussehen kann. Oft ist es eine große Überraschung, weil wir einfach das Rezept anders interpretiert haben! Manchmal ist auch eine von uns ganz begeistert vom Geschmack und die andere findet das Gericht fast ungenießbar. So war es zum Beispiel bei unserem “Salted Caramel Pie“.

Für Jeanny haben wir uns natürlich mächtig ins Zeug gelegt und uns einer ganz besonderen Challenge angenommen: Beeren-Baiser-Kuchen. Eigentlich sollte es ein Johannisbeer-Baiser-Kuchen werden, aber schon da gab es die erste Hürde: Jewels konnte in New York keine Johannisbeeren auftreiben! Durch die Zeitverschiebung und die Tatsache, dass Münster New York 6 Stunden voraus ist (zumindest in der einen Sache!), hatte ich den Kuchen schon gebacken und fotografiert, während Jewels noch auf Beeren-Suche war. So beschlossen wir via Skype die Wahl der Beeren variabel zu halten, und Jewels entschied sich für Himbeeren, die deutlich einfacher zu bekommen waren. Wir tauften den Kuchen schnell um in Beeren-Baiser-Kuchen und hielten die Wahl der Beeren somit offen.

Ich hatte noch nie zuvor so eine Schicht-Torte gemacht, bin also eher pessimistisch in die Challenge gegangen und dachte mir, dass das niemals klappt. Und dann musste da laut Rezept auch noch Sahne zwischen die Schichten! Ohgottohgottohgott, dachte ich, das klappt ja nie, und einigermaßen aussehen sollte es ja auch noch! Ist ja immerhin für Jeanny!

Zu meiner großen Überraschung gelang aber alles richtig gut: Das Baiser sah super aus, die Sahne hielt aus, die Idee des weißen Settings ging auf, und der Kuchen schmeckte absolut vorzüglich!

Liebe Jewels, auf der anderen Seite der Welt, wie waren Deine Erfahrungen?

Jewels:

Jewels_Beeren_Baiser-2Also, ich hatte schon lange mal auf eine Schichttorte hingedrängelt. Ich experimentiere gerne und habe für so einen Quatsch auch mehr Zeit als Liz, die zwischen Vollzeitjob, Mann und Kind versucht das Mehl abzuwiegen und das Eiweiß steif zu schlagen. Bei mir guckt lediglich mein Hund Lola zu und bettelt, dass mal ein Krümel für sie runter fällt. Ich war jedenfalls hellauf begeistert, dass wir uns für so eine schöne Schichttorte entschieden haben und bin mit beiden Fotos sehr glücklich. Man kann erkennen, dass wir in unterschiedlicher Reihenfolge geschichtet haben, aber da sieht man eben wie zwei Köche das selbe Rezept anders lesen und interpretieren!

Beeren-Baiser-Kuchen

Für die Kuchen:

50 g Butter

50 g Rohohrzucker

2 Eigelb

1 Tl Vanille-Extrakt

75 g Mehl

1 Tl Backpulver

ca. 50 ml Milch

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine kleine Backform (Durchmesser etwa 15 cm) auf dem Boden mit Backpapier auslegen und die Seiten einfetten. Alternativ eine Silikonbackform nehmen, da sie das Herauslösen der Kuchen erleichtert. Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und einem Handrührgerät schaumig rühren. Eigelb und das Vanille-Exrakt dazugeben und verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nach und nach zur Butter-Mischung geben. Die Mlich ebenfalls unterrühren und die Hälfte des Teiges in die Backform verteilen.

Baiser:

2 Eiweiß

65 g Feinster Zucker

Das Eiweiß mit dem Zucker steifschlagen und die Hälfte auf dem Teig in der Backform verteilen. Den verbleibenden Eischnee kalt stellen. Die Form in den Ofen geben und zwischen 15-20 Minuten backen, bis sich das Baiser goldgelb färbt. Die Backform aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Den Kuchen aus der Form lösen und auf einen Teller geben. Die Form spülen und mit der anderen Hälfte des Rührteiges und des Eischnees einen zweiten Kuchen backen. Nach dem Backen ebenfalls abkühlen lassen.

Füllung:

150 ml Sahne

Johannisbeeren oder Himbeeren oder Blaubeeren….

Für die Füllung die Sahne steif schlagen und auf dem ersten Kuchen verteilen. Einige Beeren dazugeben. Den zweiten Kuchen darauf geben und mit Beeren garnieren.

Das klingt so lecker, dass ich wünschte, die Mädels hätten mir Kostproben zugesandt. Muß ich jetzt dann wohl schnell selber nachbacken.

All the love in the universe
wünschen diesesmal Liz&Jewels und Jeanny

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