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Unsere kleine “Da-Steht-jeden-Freitag-Napfkuchen-auf-dem-Küchentresen”-Tradition tut so gut. Nicht nur aus Gründen des süßen Hungers, ich liebe es, einfache Kuchen wie diese wieder neu zu entdecken. Napfkuchen sind nicht fancy und leuchten, sie kommen ohne Peanutbutter und Marshmallows aus. Sie brauchen keine Fähnchendeko oder goldene Zuckerperlen. So wie sie sind, sind sie wundervoll. Nachmittags, als Nachtisch oder zum Frühstück. Ich verrate jetzt ein supergeheimes Geheimnis: Meine Mutter mag Sandkuchen auf Butterbrot, hui. Habt Ihr so was schon mal gehört? Zumindest wissen wir jetzt, von wem ich diese Süß-Tendenz habe. Es sind wohl doch die Gene…

Auf Grundrezepten basierend kann man hier alles in den Teig mischen, was sich noch im Hause befindet. Getrocknete Pflaumen, gemahlene Nüsse, Kokosmilch. Zucchini, Rosinen, Fruchtsäfte, frisches Obst und geriebene Zitrusfrüchteschalen.
Einer ruft: “Ich mag Blaubeerkuchen”, der nächste: “Ich hab schon ewiglich keinen Zitronenkuchen mehr gegessen”.

Ihr Wunsch sei mir Befehl und ich hoffe inständig, Blaubeeren und Zitronen kommen gut miteinander aus. In diesem Kuchen habe ich den Blaubeeren nämlich ganz schön viel Zitrone zur Seite gestellt. Den Teig mit Zitronenzesten verfeinert, den Kuchen nach dem Backen mit Zitronensirup beträufelt und dann noch mit süß-saurer Zitronenglasur dekoriert.

Blaubeerkuchen mit dreifacher Zitrone (für einen Kastenkuchen), nach einem Rezept von Kim Laidlaw/Home Baked Comfort

Zutaten:
240g Mehl (plus etwas Mehl zum Vorbereiten der Form plus 1 TL Mehl für die Blaubeeren)
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
125g Butter, zimmerwarm
180g Zucker
1 EL Zitronenabrieb von der Bio-Zitrone
3 Eier
125ml Milch
125g Blaubeeren

Für den Sirup:
3 EL frisch gepresster Zitronensaft
3 TL Zucker

Für die Glasur:
60g Puderzucker
3 TL frisch gepresster Zitronensaft

1.) Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (13x23cm) ausbuttern und leicht mehlen.
2.) Mehl, Backpulver und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Zitronenabrieb mixen, bis die Masse schön fluffig und hell ist. Eier nach und nach hinzufügen. Dann die Milch und alles schön vermischen.
3.) Die Mehlmischung hinzugeben und nur so lange einmischen, bis ein homogener Teig entstanden ist.
4.) Die Blaubeeren kurz in Mehl wälzen, dann sinken sie nicht so schnell und stark ab. Die Blaubeeren dann vorsichtig unter den Teig heben, diesen in die Kastenform füllen und ca. 50-60 Minuten lang backen (Stäbchentest!). Den fertigen Kuchen dann aus dem Ofen holen und nach leichtem Abkühlen aus der Form holen.
5.) Zitronensaft und Zucker ca. 3 Minuten lang bei mittlerer Hitze zu einem Sirup einkochen lassen. Den Kuchen mit einem Holzstäbchen einpieksen und den Sirup mit einem Backpinsel auf dem Kuchen verteilen, damit er sich so richtig schön in den Kuchen einsaugt.
6.) Für die Kuchenglasur Puderzucker und Zitronensaft verrühren und über den Kuchen geben. Voilà, hier ist das süße Leben.

Dieser wirklich tolle Kuchen ist wundervoll saftig. Er hält sich viele Tage und bleibt so lecker und leicht, ist nicht zu süß und man freut sich immer, wenn man auf etwas zitronige Glasur trifft.

Übrigens: Wenn die Blaubeersaison zu Neige geht (es wird passieren, das ist leider die Wahrheit), muß man trotzdem kein Zitronenkuchen-Regengesicht werden. Dann statt der Blaubeeren einfach einen Esslöffel Mohn zum Teig geben.

Und hier noch ein kleiner Spruch, den ich diese Woche las. Ich mußte etwas schmunzeln und ihn unbedingt mit Euch teilen. Das Leben ist zu kurz, um den süßen Dingen zu entsagen:

Habt einen sonnigen Sonntag, Ihr lieben, denn der Sommer kommt. Ferien! Eis! Kleider! Barfuß über den Rasen, Sand zwischen den Zehen. Limo mit Strohhalm, Sommersprossen, Fahren mit offenem Fenster und schöner Musik. Radeln, Blumen pflücken, den Grill anschmeißen und Wasserbömbchen werfen.

Alle Liebe des Universums,
Jeanny

P.S.: Habt Ihr schon sodapop Caros tolle Wanduhr-Idee gesehen? Diese kreative Supercaro wieder… hüpft doch mal rüber

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