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Warum ist eigentlich alles so süß, was “in klein” daher kommt?
Babies, Welpen, Schokoriegel, Autos, Gugelhupfe. Ganz automatisch spitze ich bei Begegnungen mit Miniaturformaten den Mund, neige den Kopf leicht zur Seite und hauche ein dezentes “oh!!!!!! wie süß” zwischen meinen Lippen hervor. Frauending? Mutterinstinkt? Ich habe noch nie einen Mann beim Anblick eines kleinen Kuchens in Verzückung geraten sehen. Ich gehöre eben zur zarten Mädchensorte und liebe Mini-Gugelhupfe. Die sind nicht nur ausserordentlich fotogen und pitoresk, sondern auch sehr fein und lecker als kleines Kaffeehupferl zum Latte Macchiato. Darüber hinaus äußerst transportabel und man kann sie irre gut hinter dem Rücken in der Hand verstecken, wenn man nicht beim Naschen erwischt werden möchte.
Ich habe meinem Sohn sogar schon verbotenerweise (Müttermafia is watching you!) ein Minigugl in die Kindergarten-Frühstücksbox geschmuggelt. Kind hat dies jedoch sofort als gesetzeswidrig identifiziert, wieder mit nachhause gebracht und mich, die outlaw-Mutter, gerügt. Law and Order, mein Sohn wird Sheriff!Ich finde, kleine Sünden (und kleine Gugels) sind erlaubt. Genießen ist in, Verzicht ist out. Sich lieber ab und an was kleines gönnen, auf seinen Körper hören und bewußt genießen, als sich ständig gegen seine kulinarische Lust zu wehren und dann doch irgendwann zu verzagen und im nächsten Kiosk das Schokoriegel-Regal zu räumen. Die Balance finden und sich etwas Gutes tun, ohne sich hierfür selber zu ärgern.
Hier
könnt Ihr Eurer Diät einen Abschiedsbrief schreiben, ich liebe diese Idee. “Diät – ohne mich” heißt die Devise der Kampagne von du darfst und hier kommt mein Rezept für kleinen Genuss zwischendurch:

Italienische Orange-Ricotta-Gugelhupfe mit Marzipan
(für 16 kleine GUGLs, nach einem Torta della Nonna-Rezept von Leila Lindholm, nur ohne Zitrone. Verdoppelt Ihr die Zutatenmengen, könnt Ihr in einer 24cm-Springform bei 175°C in ca. 25-30 Minuten einen Kuchen statt kleiner Gugelhupfe backen. Für den Kuchen dann gerne noch Pinienkerne vor dem Backen auf den Teig streuen)

150g Marzipan
75g weiche Butter
3 frische Eier, raumtemperiert
125g Ricotta, raumtemperiert
Abrieb einer halben Orange
15g Mehl

Zusätzlich zum Einbuttern der Miniformen:
20g Butter für die Minigugl-Förmchen und etwas Mehl

1.) Den Ofen auf 210°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
2.) Mini Gugl-Form sehr gut ausbuttern und mehlen. Überschüssiges Mehl ausklopfen.
3.) Marzipan und Butter mit einem Handrührgerät cremig mixen, ein Ei nach dem anderen hinzufügen.
4.) Ricotta und Orangenabrieb hinzufügen. Dann das Mehl beimischen.
5.) Teig in einen Spritzbeutel mit kleiner Tülle oder einen Gefrierbeutel mit kleinem, hineingeschnittenen Loch füllen und in die Gugl-Formen füllen. Dabei darauf achten, daß keine Luftlöcher entstehen. Ruhig also mit einem kleinen Löffel den Teig noch einmal antipsen, damit die Förmchen auch perfekt mit Teig ausgekleidet sind.
6.) Gugls ca. 14 Minuten lang backen.
7.) Auskühlen lassen und dann behutsam aus der Form nehmen.
8.) Direkt vor dem Geniessen mit Puderzucker bestäuben.Da der Teig Ricotta  enhält, lagere ich diese Gugelhupfe bis 30 Minuten vor Verzehr vorsichtshalber im Kühlschrank und puderzuckere sie erst kurz vor dem Essen.

Habt einen bezaubernden Tag, Ihr lieben.
All the love in the universe,

Jeanny

P.S.: Aufgrund der zahlreichen Nachfragen: Die Mini-Gugl Backform samt tollem Rezeptbuch findet Ihr hier.

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