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Eigentlich also im Fachterminus gesprochen No-Bake-Tiramisu-Espresso-Cheesecakes-in-Gläsern (holy!), in denen ich auch noch leckeren Haselnuss-Kaffeesirup und Schokoladenaufstrich versteckt habe.
Ja, es schmeckt genau so, wie es klingt. Eine kleine Sünde, die auch als kleines Dessert ordentlich was her macht. Vielleicht auch als Seelenheil bei Liebeskummer, wenn George Clooney wider Erwarten doch Miss Keibler heiraten sollte oder die Lieblingsschuhe in der realistisch passenden Größe total weltweit ausverkauft sind.Ich weiß, daß es unter den Back-Hobbyisten neben Hefe- und Gelatine-Nervösen auch Cheesecakephobiker gibt. Weil die Käsemasse eventuell zu flüssig bleibt und beim Öffnen der Springform ein kleines Desaster verursacht. Oder weil tiefe Krater durch durch zu schnelles Abkühlen der Käsemasse die Optik stören könnten.
Hier gibt es keine Ausreden, meine lieben: diese Mini-Käsekuchen im Glas kriegt jeder hin und Eure Gäste werden entzückt sein.
Ihr benötigt kein dreifach gesiebtes Mehl, müsst keine Eier trennen, keine Gelatine einweichen, nicht auf Vollmond warten und keine aufwändigen Zutatenexoten einkaufen.
Einfach wenige Zutaten mixen, abfüllen, schwups in den Kühlschrank und nach wenigen Stunden genießen. Mit leichter Kaffee- und Haselnussnote, der Cremigkeit von Frischkäse und Schokoladenaufstrich. Sie sind nicht zu süß und zum Nachmittagskaffee mit Freunden und Familie eine perfekte Wahl. Für Euch alleine heimlich zum Klatschzeitschriftenlesen am Donnerstagnachmittag? Auch eine perfekte Wahl. Als kleine Dessertkombination gepaart mit Himbeeren? Auch eine perfekte Wahl. Als Mitbringsel zu einem Picknick im Park? Auch eine … ich wiederhole mich wohl. Es gibt viele Gründe für das Nachbacken, Ihr seht schon.‘No Bake’-Tiramisu-Cheesecakes im Glas
Zutaten (für fünf sehr kleine Gläschen oder zwei größere)
(hier Rezept als pdf herunterladen)

100g Löffelbiskuits, sehr fein gemahlen
3EL Butter, geschmolzen

200g Frischkäse, Doppelrahmstufe
2 großzügige EL Schokoladenaufstrich (Nuss-Nougat-Creme)
25g brauner Zucker
3 EL abgekühlter Espresso (oder starker Kaffee)
1 EL Haselnuss-Kaffeesirup (bspw. von Schwartau CoffeeShop, Typ Haselnuss)

evtl. Crème double und Kakao zum Dekorieren

1.) Löffelbiskuits fein mahlen oder reiben. Ich haue die feinen Zucker-Gebäckstangen immer mit dem Nudelholz in einem Gefrierbeutel kurz und klein.
2.) Butter schmelzen und zu den Löffelbiskuits geben. Das soll nicht zu flüssig werden und die Kekskrümel sollen gerade so zusammenhalten, wenn man sie mit den Fingern zusammendrückt. Also nicht zu viel Butter hinzufügen. Sollte Euch die Mischung zu trocken vorkommen, ruhig noch nach und nach ganz wenig geschmolzene Butter hinzufügen. Keksmischung auf die Gläser verteilen und nur ganz sanft andrücken.
3.) Frischkäse, Zucker, Schokocreme, Espresso und den leckeren Sirup mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine sehr gut vermengen, aber nicht zu lange. Zwischendurch immer mal mit einem Backspachtel die Seiten abziehen und einmischen. Dann geht es schneller und der Frischkäse wird nicht sauer.
4.) Käsemasse auf die Keksmasse im Glas geben und mindestens 4 Stunden lang, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
5.) Entspannen, Füße hochlegen und sich freuen, wie einfach diese kleine Käsekuchensünde doch war.
6.) Rezept bereit halten, die Gäste werden vielleicht nachfragen.

Gerade, während ich das Rezept schreibe, fällt mir auf, wie sehr ich die Kaffee-Besuch-Kultur als Kind liebte: Gäste mit Blümchen in der Hand, schöne Tischdecke, leckerer Kuchen. Gab es bei meiner Oma früher öfter, direkt nach der Kirche und dem Spiel der 1. Dorf-Fussballmannschaft am Sonntag. Und direkt vor Bembel-Heinz Schenk in seiner Show “Zum blauen Bock”. Oh sweet memories….

Kennt Ihr die berühmten Sonntagnachmittag in Sonntagskleidung-Kaffeekränzchen von zuhause auch noch? Oder zelebriert sie gar noch immer?

All the love in the universe,

Jeanny

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