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“G’day”, Ihr lieben. Heute also Australien im Backofen. Es ist (leider) nicht so, daß ich gerade auf einem Koffer sitzen würde, der vor lauter Bikini- und Sonnencremebefüllung nicht mehr schließt. Oder daß ich eine Sommerreise ins Paradies gebucht hätte, wir haben überhaupt noch keine Sommerreise gebucht, mondieu. Nein, meine Männer fahren jedes Wochenende zum Flohmarkt und kommen vollbepackt mit überraschenden Dingen wieder nachhause. Das können Holzkisten, alte Milchflaschen, zuckersüße kleine Schränkchen oder auch mal hübsche alte Goldrandteller für mich sein. Oder wie kürzlich eben alte Schullandkarten. Australien! Australien ist ja mit viel Wasser um sich herum gesegnet, was die Landkarte gleich viel hübscher macht. Sie wird also bald eine unserer Wände behängen, es muß noch ausgeknobelt werden, welche das sein wird.
Wo immer er hängen wird, der Neuling in unserer Wohndeko wird heute gebührend mit australischen Kuchenwürfeln eingeweiht: Lamingtons. Was klingt wie eine australische Kleintierrasse oder aber Fabelwesen aus einem Harry Potter Roman, sind in Wahrheit saftige, schokoladige Kuchenwürfel, die dank Kokosflocken-Bad ein bisschen nach Urlaub schmecken. Urlaub kann ich gerade sehr gebrauchen und alles was danach schmeckt, kommt mir sofort in den Ofen.
Wenn dann noch ein absolut traumhaft weicher, leichter Spongecake (was übersetzt Schwammkuchen bedeuten würde) involviert ist, der nicht geteert und gefedert, sondern nach dem Backen in Würfel geschnitten, in Schokoladenbad getaucht und dann in den Kokosflocken gebadet wird, lasse ich mich nicht zweimal bitten. Ein einfaches Rezept, gelingsicher und ein echter crowd-pleaser.
Bevor Ihr mich während des Nachbackens verflucht, verrate ich schon jetzt: Eure Finger werden danach genau so aussehen wie kleine Lamingtons. “Lamington-Finger” sind beim Schokolieren und im Kokostraumwälzen der Kuchenstücke so gut wie nicht zu verhindern, können jedoch durch anschließendes gezieltes Ablecken auf sehr angenehme Weise wieder beseitigt werden.Australische Lamingtons (aus: “The cake stall” – Australian Women’s Weekly Maxi)

Zutaten (für ca. 32 kleine Stücke):
6 Eier
150g sehr feiner Zucker
125g Mehl
50g Stärke
2/3 TL Backpulver

640g Puderzucker
50g Kakao
15g geschmolzene Butter
250ml Milch

200g Kokosraspeln

1.) Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Rechteckige Form mit ca. 20x30cm Seitenlänge fetten und mit Backpapier auslegen.
2.) Mehl, Backpulver und Stärke mischen und drei mal fein durchsieben. Beiseite stellen.
3.) Eier sehr schaumig und hell schlagen, ca. 10 Minuten lang. Ist sehr gut für die Armmuskulatur, bestimmt!
4.) Zucker langsam einrieseln lassen.
5.) Gesiebte Mehlmixtur vorsichtig mit einem Schneebesen unterheben. Nur so lange, bis kein Mehl mehr zu sehen ist und alles gut vermischt scheint.
6.) Teig in die Form füllen und ca. 35 Minuten lang backen. Dann sofort auf ein mit Backpapier belegtes Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen.
7.) Für die Schokoladenglasur Puderzucker, Kakao, Milch und Butter in einem Topf mischen und auf mittlerer Stufe leicht erhitzen, dabei rühren, bis eine schöne geschmeidig glänzende Schokoglasur entsteht. Topf vom Herd ziehen.
8.) Lamingtons in Würfel schneiden (am besten nicht zu klein, sonst wird es schwierig mit dem Schokoladentauchbad und Kokoswälzen), dann richtig tief in die Schokolade tauchen. Ihr werdet spätestens jetzt merken, warum der Kuchen den Titel Spongecake verdient hat. Überflüssige Schokolade abtropfen lassen und das Kuchenstück sofort in Kokosraspeln wälzen.
9.) Auf Backpapier legen, bis die Glasur fest wird.
10.) Verschenken, selber essen, noch mehr selber essen und wer es schafft, noch welche übrig zu behalten, kann den Kuchen in Blechdosen bis zu zwei Tage gut aufbewahren.
Habt einen wundervollen Tag, ob in Sydney, St. Pauli oder Wanne-Eickel, ganz egal, Hauptsache mit viel Sonne im Herzen.

All the love in the universe,
Jeanny

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