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Wie viele Groschen werde ich wohl in meinen kleinen Mädchenportemonnaie zu diesem Tante Emma Laden in meinem Heimatdorf getragen haben…?!
Und wenn sich etwas ganz Wunderbares (Ostern, Geburtstag, Kommunion, Weihnachten, Tanten-/Onkel-Besuch) zugetragen hatte, manchmal sogar eine ganze 5 DM – Münze, die dann schnell gegen eine große Tüte voller 5 Pfennig-Brausebonbons, rote Schnüre, Mäusespeck, Frittstangen oder Candy-Muscheln eingetauscht werden mußte.
Und hatte nicht jeder damals mal so eine Muschel nach halbstündiger Nascherschöpfung in seine (Breitcord-) Hosentasche gesteckt und danach versuchen müssen, die Flusen oder Sandreste wieder vom Schleckgold zu befreien?
Kürzlich stieß ich auf ein Kindheitsfoto meiner in Cordhosen und hatte sofort den Geschmack dieser Muscheln im Sinn. Ich erinnerte mich an klebrige Finger, die Farben rot und grün und meinen Hula Hoop – Reifen. An Zeltlager, ‘Ein Colt für alle Fälle’ und Wendy-Heftchen. An Freibadbesuche im Sommer und mein baues Lieblingskleid samt Clogs. Im gleichen Atemzug dachte ich dann: an was wird sich mein kleiner Sohn wohl mal erinnern, wenn er groß ist?
Vielleicht an den Tag, an dem seine Mutter versuchte, die Schleckmuscheln nach einer Idee von Donna Hay in Eigenproduktion herzustellen und beim ersten Anlauf den Topf auf dem Herd vergaß? Ja, genau den Tag, an dem unsere sehr weiße Küche durch sehr viele Karamell-Spritzer und Tupfen dekoriert wurde?

Beim zweiten Versuch lief es wie am Schnürchen. Ist eigentlich ja auch kein Kunststück… man benötigt nur Löffel (ja, Oma, das sind Deine!), weißen Zucker und etwas Wasser. Ein Zuckerthermometer ist von Vorteil und Geduld auch. Oder ein paar lustige Zuckerperlen, denn ich finde, diese Schlecklöffel sind ein ganz wunderbarer Kindergeburtstags- und Partyspaß. Oder als Gastgeschenk mit Zellophan-Folie und Schleifchen umwickelt. Hier das Rezept:

Löffellollies mit Retrocharme

Zutaten:
220g Zucker
125ml Wasser
ca. 8 Löffel
evtl. Zuckerperlen zum Garnieren
und unbedingt Backpapier zum Ablegen der zu trocknenden Löffel

1.) Zucker und Wasser in einem Topf bei niedriger Temperatur unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
2.) Dann köcheln lassen OHNE zu rühren, contenance, meine lieben. Und zwar so lange, bis das Zuckerthermometer 160°C anzeigt oder so lange, bis das Zuckerwasser golden schimmert (das dauerte bei mir auf Hitzestufe 7 von 9 ca. 8 Minuten lang). Den Topf schnell vom Herd ziehen und ca. 2 Minuten andicken lassen. Und wirklich aufpassen, das ist SEHR SEHR HEISS. Also nichts für Kinderhände oder Eure Hände. 160°C heiß eben.. AUTSCH.
3.) Mit den Löffeln die Zuckermasse aus dem Topf löffeln und schnell auf Backpapier ablegen und evtl. mit Zuckerperlen bestreuen. Hierbei sollte man sich etwas sputen, damit die Topfmasse nicht zu fest wird und man mit den restlichen Löffeln nichts mehr ausschöpfen kann.
4.) Fertig ist die kleine Retro-Süßigkeit.Habt einen süßen Tag, Ihr lieben. Bevor ich mich jetzt mit meinem universe-love-gedanken an Euch verabschiede, bin ich so neugierig und frage: an welche Süßigkeit aus der Kindheit erinnert Ihr Euch am liebsten?

Und habt Ihr Lust, superschöne Salz- und Pfefferprodukte von Pfeffersack & Söhne (schaut Euch dieses Packaging Design an!) zu gewinnen? Dann schnell bis Montag morgen auf Caros traumhaften Blog ‘Sodapop-Design’ hüpfen und teilnehmen. Ich drücke Euch die Daumen.

All the love in the universe,

Jeanny

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