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Seit little H. mir Kraft seines Amtes die Seite mit den Tiramisu-Cupcakes aufgeschlagen hat, verfolgt mich ein alptraumhafter Ohrwurm: Roberto Blanco. “TIramisu von Zott”. Oh no. Dazu Bilder im Kopf, die einen STIMMUNGSgiganten tänzelnd mit jungen Damen und Mick Jagger-haftem Dauergrinsen zeichnen. Uaaah. Ich brauche Kohlehydrate. Und der Cupcake sieht auf den ersten Blick schon mal ganz zauberhaft aus. So, als könne er mein Herz erobern. Denn Tiramisu ist ja abgesehen von dem schrecklichen Werbespot eigentlich eine feine Sache. Dieses italienische Dessert war Anfang der 90er ein Party-Fresschen-MUSS. So wie in vorherigen Jahrzehnten Gulaschsuppe im ausgehöhlten Brotlaib, Chili con Carne, Käsespieße, Toast Hawaii und in nachfolgenden Jahrzehnten Tomate-Mozzarella-Spießchen und Melonen-Parmaschinken-Boote.

Es spricht nicht gerade von herausragendem Verkaufstalent, wenn ich vorab gestehe: dies wird kein Ein-Schüssel-Mixer-fertig Rezept. Ist aufwändiger. Etwas zumindest. Spülmaschinenintensiver. Aber machbar und ich muß gestehen, daß ich es toll finde, mir Mühe bei dem zu geben, was ich meinem Körper an Nahrung zufüge (meistens zumindest, auch ich habe schwache nach quickie-Food schreiende Momente). Protagonisten in diesem Text werden sein: ein Wasserbad, eine Vanilleschote, fluffiger Teig, goldbraun gebacken, Mascarpone, Sahne, selbstgemachter Kaffee-Marsala-Syrup.
Tiramisu Cupcakes
Zutaten für (ca.) 18 Stück:
200g Mehl, gesiebt
3/4 TL Backpulver
1/2 TL Salz
60ml Milch
1 Vanilleschote, halbiert und ausgekratzt
60g Butter, zimmerwarm
3 große Eier + 3 Eigelb, zimmerwarm
225g Zucker

1.) Ofen auf 160°C vorheizen, Muffinform mit Papierbackförmchen auskleiden. Mehl, Backpulver und Salz vermischen.
2.) Milch und Vanilleschote samt ausgekratztem Vanilleschatz in einem kleinen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen, bis kleine Blasen am Rand entstehen. Von der Herdplatte nehmen, Butter einmischen, bis geschmolzen und 15 Minuten ziehen lassen. Die Vanille-Butter-Milch dann durch ein feines Sieb in eine Schüssel geben.
3.) Eier, Eigelb und Zucker mit einem Handmixer bei mittlerer Power schnell vermischen. Das ganze dann über einem sprudelnden Wasserbad mit der Hand und einem Rührbesen so lange verrühren, bis der Zucker verschwunden ist und die Masse warm. Grob kann man sagen, so lange rühren, bis man denkt, einem falle der Arm ab. Das dauert ca. 6 Minuten lang (wenn man seit 14 Jahren kein Fitnessstudio von innen gesehen hat wie ich zumindest). Schüssel dann von der Hitze nehmen und mit dem Handmixer auf höchster Stufe so lange durcheinander wirbeln, bis die Masse fluffig, hellgelb und dick geworden ist.

4.) Die Mehlmischung in drei Schritten vorsichtig unter die Eimischung heben. Von dem Teig dann einen dicken Löffel voll in die Milch geben, damit diese schon mal einen Vorgeschmack davon bekommt, was ihr gleich blüht. Die wird nun nämlich gänzlich in den Teig gegeben und untergehoben.
5.) Teig zu 3/4 in die Förmchen füllen und ca. 20 Minuten lang backen, bis sie golden sind. Cupcakes auskühlen lassen.
6.) Nun zur Herstellung des *hicks* Coffee-Marsala-Syrups. Solltet Ihr keinen Alkohol vertragen, geht sicher auch Espresso und Zucker pur, solltet Ihr Kinder haben, die weder Alkohol noch Kaffee konsumieren sollten, dann… dann. Bekommen die einfach keinen Cupcake ab. Ein Keks muß dann ausnahmsweise mal reichen
80ml + 1 EL frisch gebrühter starker Kaffee oder Espresso, 28ml Marsala (italienischer Süßwein, gibt es beim Weinhändler Eures Vertrauens oder in gut sortierten Supermärkten) und 55g Zucker verrühren, bis der Zucker nicht mehr aufzufinden ist. Abkühlen lassen.

7.) Cupcakes gleichmässig mit dem Syrup bestreichen, bis kein Syrup mehr übrig ist. Cupcakes schön 30 Minuten lang den Schnappes trinken lassen.
8.) Für das Mascarpone Frosting 250ml Sahne mit dem Mixer steif rühren. In einer anderen Schüssel 225g Mascarpone und 60g gesiebten Puderzucker verrühren. Sahne vorsichtig unterheben. Dann auf die Cupcakes verstreichen (ich mache das am liebsten mit einem Messer).
9.) Kurz vor dem Verzehr Kakao über die Cupcakes streuen (nicht kleckern, darf ruhig ordentlich was drauf).
Gönnt es Euch. Ladet mal wieder Freundinnen zum Schnack ein bei Tiramisu und einem leckeren Espresso latte. Denn: “Ein bisschen Spaß muß sein”, oder?
Ein wundervolles Wochenende Euch,
Jeanny
Ich glaube ich bin verliebt. *___*
die sind ja wohl der (sorry das Wort) Oberhammer!!!
weißt Du, ob man die am Tag vorher machen kann? Herrje!!!
Ich MUSS sie nachbacken!!!
LG
Martina.