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Halt, ich war noch gar nicht fertig mit meinem Reisebericht über Südtirol. Ich muß unbedingt noch erzählen, wie schön die Landschaft dort ist und Euch ein mitgebrachtes Traumdessert-Rezept für Herz und Seele verraten. Plus: ich darf nicht vergessen davon zu schwärmen, wie sehr mir diese Mischung aus alpin und mediterran gefällt, nicht nur kulturell, sondern auch landschaftlich, denn wie toll bitte schön klingt 300 Sonnentage und mehr als 2.000 Sonnenstunden jährlich? Ich würde sagen: Perfekt. Berge, Sonne, blauer Himmel. Was sich bei solchen Aussichten herrlich anbietet, sind Bergwanderungen. Keine Angst, man muß nicht sportwandern (obwohl man natürlich kann, wenn man kann). Auch für Familien und landschaftsgenießende Spaziergänger (wie mich) gibt es wunderbare Möglichkeiten, sich die Südtiroler Welt von oben anzusehen. Vom Berg. Oder Hang. Entlang an Bächen, Kühen, Pferden und Hühnern. Eine tolle Übersicht über Wanderwege und Erlebnisspfade findet man hier.

Wunderschön kann man auch durch die Weinberge wandern, denn Südtirol gehört ja zu den ältesten Weinanbaugebieten im deutschsprachigen Raum. Ich hatte das Glück, an einer geführten Weinbergwanderung auf dem Weingut Elena Walch teilnehmen zu können. Und ich habe ordentlich Wein degustiert. Inmitten des Weinberges, an einer langen Tafel unter einem Dach aus Weinreben – ein besonderes Erlebnis, denn: Wein schmeckt immer dort am besten, wo er gedeihen konnte.

Die Kleinen und Weinabstinentler müssen aber nicht traurig sein. Weiter unten am Hang wachsen Äpfel, das mediterran geprägte Klima Südtirols mit regenreichem Frühjahr und sonnigem Sommer und Herbst ist ideal für den Apfelanbau. Ca. 8.000 Obstbauern kümmern sich hier in Südtirol um die Apfelernte,und einige Obstgenossenschaften bieten einen Direktverkauf der knackigen Apfelsorten (bspw. Braeburn, Elstar, Fuji, Gala) an.

Äpfel sind hier im Hause Horstmann fast ein Grundnahrungsmittel. Daraus entstehen Apfel Tarte Tartin, Apfelstrudel, Apfel-Cupcakes, Apfel-Pfannkuchen oder auch Apple Crumbles. Oder Apfelschmarrn aus dem Ofen à la Herbert Hintner, einem weiteren Sternekoch Südtirols. Ich habe das Rezept leicht abgewandelt, weil ich einen riesen Jieper auf Zimt mit Apfel hatte. Vor dem Backen daher noch etwas braunen Zucker mit Zimt über die Souffle-Masse gestreut und mich über den leckeren Duft gefreut, der aus dem Ofen kam. Kaum aus dem Ofen herausgefischt sofort mit Puderzucker dekoriert und ganz schnell gegessen. Apfelrezepte aus dem Ofen sind einfach etwas für die Seele. Hier also das südtiroler Apple Soulfood-Rezept, das Raumduft zaubert und die Seele wärmt.

Soufflierter Apfelschmarrn aus dem Ofen (für 4 Personen, in Anlehnung an ein Rezept von: http://www.suedtirolerapfel.com/de/fuer-feinschmecker/apfelrezepte/12-soufflierter-apfelschmarren.html)

2 Südtiroler Äpfel (ich habe Braeburn verwendet)

150 g Mehl

50 g Magerquark

50 g Zucker

150ml Milch

3 Eier, getrennt

evtl. etwas Zimt und brauner Zucker zum Bestreuen vor dem Backen

Puderzucker zum Bestreuen nach dem Backen

Zubereitung:

1.) Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

2.) Mehl, Quark und Milch mit einem Schneebesen gut vermengen. Dann die 3 Eigelbe hinzufügen.

3.) Die Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und sehr sehr liebevoll unterheben. Den Schmarrnteig in eine ausgebutterte flache (!) Auflaufform füllen.

4.) Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in dünne Scheiben schneiden. Diese auf dem Schmarrnteig verteilen, evtl. etwas Zimt und braunen Zucker darüber rieseln lassen und das ganze ca. 15 Minuten lang backen. Mit Puderzucker beschneien und noch warm essen.

Dazu empfehle ich: weißes Sommerkleid, Latte Macchiato und sehr seliges Lächeln (wird sich von alleine einstellen, keine Sorge!).

Ich weiß schon, wohin mein übernächster Urlaub geht: nach Südtirol. Wohin zieht es Euch dieses Jahr?

All the love in the universe,

Jeanny

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